PBg - 16.10.2011

 Modelleisenbahn-Ausstellung und Börse

- Eulenbis -

2 Presseberichte:

 

DIE RHEINPFALZ-Pfälzische Volkszeitung-, 17. Oktober 2011

Vorbei am Gefängnis, vorbei am Bad Dürkheimer Fass

EULENBIS: 30. Modellbahnbörse zieht rund 500 Besucher an - Der Computer ersetzt bei den Lokomotiven den Aufziehschlüssel von einst

Die schwarze Lokomotive setzt sich nach einem Pfeifen zischend in Bewegung. Deutlich hörbar sind die Aktivitäten auf dem Führerstand. Originalgetreu sind die technischen Vorgänge in der Dampfmaschine zu vernehmen. Nicht an einem Bahnhof, sondern im Erdgeschoss des Eulenbiser Bürgerhauses spielten sich gestern diese Szenen ab. Dort lockte die Modellbahnbörse rund 500 Besucher an.
Veranstalter der Modellbahnbörse war die Ortsgemeinde, die Organisation hatte der Kultur-, Fest- und Umweltausschuss der Gemeinde übernommen. Die gestrige Ausstellung war die 30. ihrer Art. Die Schau habe sich im Laufe der vergangenen 15 Jahre deutlich gewandelt, berichtet Gerd Stier, Gründer und Organisator. „Wir sind den Wandel mitgegangen”, betont Stier mit Blick auf den Nachwuchs. „Wer die Jugend für sich gewinnen will, muss Elektronik bieten”, fügt er an.
Tatsächlich haben digitale Boxen und Computer die Aufziehschlüssel der Lokomotiven von einst ersetzt. Weichen werden heute nicht mehr von Hand gestellt, sondern digital über ausgereifte Computerprogramme. Das demonstriert auch Karl-Heinz Weißmann aus Mackenbach, der zum Modellbauclub Freisen gehört. Die gesamte Anlage hat der ausgebildete Fernmeldetechniker selbst konzipiert, „das Herzstück ist die Steuerung”, betont er. Eine Computeranlage mit 18 Platinen steuert sämtliche Aktivitäten. „Die Anlage muss alleine laufen”, begründet Weißmann diesen Aufwand und kann sich seelenruhig seiner Gattin widmen. Sie verfolgt das Geschehen von der „Winterbahn” aus, einer liebevoll in Kunstschnee gehüllten Eisenbahnanlage.
Aus dem Führerstand der „Gartenbahn” ist das Kohleschippen zu hören, die Tür quietscht, und schon setzt sich der Zug in Bewegung. Loderndes Feuer ist in der Lokomotive zu erkennen, die Geräusche werden mit zunehmender Geschwindigkeit immer lauter. Vorbei geht die Zugfahrt am Gefängnistrakt, wo die Hofgänger hinter den dicken Mauern ihre Runden drehen, und am Bad Dürkheimer Fass, vor dem sich Gastronomiepersonal bewegt.

Allen modernen Anlagen zum Trotz: Jugendliche schwärmen auch für nostalgische Züge.

Erst wenige Jahre auf dem Markt ist der Rollenprüfstand, der sich von der bisherigen Schienenbasis deutlich unterscheidet. Das einfache Gerät, das Marion Zeller aus Eislingen selbst herstellt, ist bedeutend billiger und lässt die Eisenbahnfreunde staunen.

Weitgehend Männersache: Große und kleine Eisenbahnfreunde schauten sich gestern begeistert auf der Modellbahnbörse um, die bereits zum 30. Mal im Eulenbiser Bürgerhaus stattfand. Dort gab es nicht nur Schienenfahrzeuge zu bestaunen, sondern auch Autos und Nutzfahrzeuge.

„Schöne alte Loks gibt es viele, doch dafür reicht mein finanzielles Budget nicht”, erzählt der zwölfjährige Nico Rahm aus Heiligenmoschel nach seinem Rundgang durch das Erdgeschoss des Bürgerhauses. „Um meine Wünsche erfüllen zu können, muss ich noch kräftig sparen”, sieht er ein. Seine Anlage zu Hause ist moderner, aber dennoch schwärmt der junge Mann für nostalgische Eisenbahnen.
Nicht nur die Jugend, sondern auch die erfahrenen Eisenbahnfreunde haben Spaß an den vielen ausgestellten Modellen. Viele Fachgespräche werden untereinander oder mit den Ausstellern geführt. Dabei gibt es Tipps und Anregungen, meist aber werden die eigenen Anlagen und Entdeckungen präsentiert.
Die Augen richten sich auf den in Eigenbau errichteten Triebwagen, der um das Jahr 1950 entstanden ist. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Motor, der schließlich das Schienenfahrzeug mit seinen rund zweieinhalb Kilogramm in Bewegung setzen soll. Etwa von 1930 stammt der historische Bahnhof, den Dieter Steitz aus Kaiserslautern entdeckt, sandgestrahlt und neu lackiert hat. Steitz ist in Fachkreisen für seine Raritäten bekannt und immer wieder ein Ansprechpartner für Eisenbahnfreunde.
Neben den Schienenfahrzeugen nehmen Räderfahrzeuge bei der Modellbahnbörse einen großen Rahmen ein. Ob ein schon in die Jahre gekommener und etwas lädierter Kabinenroller oder ein moderner Sportwagen - die Palette der Personenkraftwagen ist breit. Hinzu kommen Nutzfahrzeuge und viele Landschaften. Ergänzt wurden die Modelle durch Stofftiere und Handarbeiten. (osw)

Weilerbach "Aktuell", 20.Oktober 2011, Ausgabe 42/2011
Text und Fotos: bm

Der Adler dampfte in Eulenbis über die Gleise

Immer wieder bestaunt ein Miniaturhubschrauber, den Gerd Stier auf Wunsch vieler kleiner und großer Börse-Besucher in die Luft gehen ließ (1. Bildleiste rechts). - 2. Bildleiste: Nico Reuß und Bernd Constantz mit Frank Ehmke. Der Adler dampft in Eulenbis. Marcel interessiert sich für die „Gartenbahn“ von Gerd Stier.

Mit der Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth am 7. Dezember 1835 hatte das Dampfross seinen Siegeszug angetreten. Die Bahn machte die Menschen mobil. Der Adler war die erste Lokomotive, die kommerziell die etwa sechs Kilometer lange Gleisstrecke zwischen Nürnberg und Fürth befuhr. Eine recht zugige und rauchige Angelegenheit für den Lokführer, wie der aufmerksame Besucher der Modelleisenbahn- und Spielzeugbörse feststellen konnte, die am vergangenen Sonntag im Bürgerhaus von Eulenbis bereits zum 30. Mal stattfand. Auf der liebevoll gestalteten vollautomatisch computergesteuerten N-Spur-Anlage (9-mm-Spur) von Karl Heinz Weißmann aus Mackenbach nämlich damptfe ein Miniatur-Adler über die Gleise, vorbei an Bahnhöfen, einem kokelnden Haus, davor die angerückte Feuerwehr mit blinkendem Blaulicht, über Brücken und durch Tunnels. Aber auch moderne Ausgaben infrarotlicht-gesteuerter Minitrix-Züge flitzten durch die Kurven.
Bedeutend handlicher waren die Züge auf der Anlage von Gerd Stier, Gründer der Börse und für den veranstaltenden Kultur-, Fest- und Umweltausschuss der Ortsgemeinde zuständige Organisator. Der ließ die Mallet-Lokomotive der Marke LGB zu einer täuschend echten Geräuschkulisse ihre Runden drehen. Ein Knopfdruck von Stier und schon ertönten die Geräusche von zuschlagenden Türen, zischendem Dampf, Pfeifen, bremsenden und abfahrenden Zügen. Der technische Wandel bei der Bahn ist längst auch bei den Freunden der Modelleisenbahn angekommen. Ohne Elektronik läuft hier kaum noch was. Höchstens bei den Nostalgikern.
Annähernd 20 Aussteller präsentierten auf 330 Quadratmetern im Erd- und Obergeschoss des Bürgerhauses ihre Schätze, die seit Generationen Objekte der Begierde für ungezählte Modelleisenbahnfans sind. Nahezu alles, was das Herz begehrte, war in Eulenbis zu finden: Lokomotiven, Wägen, Gleise, Elektronik, Figuren, Gebäude, Autos. Von Letztgenannten hatte Frank Ehmke ungefähr 500 mitgebracht und ausgestellt. Griffbereit einen 1.200 Seiten dicken Katalog mit sämtlichen Fahrzeugen samt detaillierter Angaben der Wikingmodelle. 2003 ist diese Gesamtübersicht letztmals erschienen. Nico Reuß und Bernd Constantz aus Kaiserslautern waren allerdings von der etwas größeren Ausgabe eines Ferraris
angetan.

 

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