Jubiläums-Modellbahnbörse in doppelter Hinsicht
ein Erfolg
Die 25. Ausgabe der Modelleisenbahn- und
Spielzeugbörse des Kultur-, Fest- und Umwelt-
Ausschusses der Ortsgemeinde Eulenbis war in
doppelter Hinsicht ein Triumph. Zum Ersten konnte
der Veranstalter mit dem Besuch wieder zufrieden
sein, und zweitens war die Tombola zugunsten des
lebensbedrohlich erkrankten elfjährigen Lukas
von Erfolg gekrönt. Alle 380 Losewaren lange vor
Schließung der Veranstaltung verkauft und viele
attraktive Preise an den Mann gebracht.
Hauptpreis war eine 100 Euro wertvolle
Modelleisenbahn. Der stolze Erlös: 603 Euro.
Ansonsten gab es auf 330 Quadratmeter großen
Ausstellungsfläche wieder alles, was ein
Modelleisenbahnerherz zu erfreuen vermag. 15
Aussteller hatten ihre Schätze auf den Tischen
ausgebreitet: Loks, Waggons, Schienen und die
ganze Zubehör- Palette. Sahnestückchen waren
zweifellos eine Lok der Firma Fleischmann von
195, Baureihe 80, und eine PIKO- Anlage für
drinnen und draußen.

Raritäten
Aussteller Heinz Hanewald war vom 110 km
entfernten Pfungstadt mit 5.000
Katastrophenschutzfahrzeugen (das sind die
mit dem Blaulicht: Feuerwehr, THW,
Sanitätsdienst und Polizei !) sämtlicher
Hersteller ( AMW, Brekina, Euro- Model, Hruska,
Hepra, Wilking, Kibri, Preiser, Rietzel, s.
e.s,Igra, Rocco,Busch und Memo) für die
Spurgrößen H0 und N ( Maßstab 1 :87 und 1:
!60) angereist. Mit im Gepäck hatte er 2.000
Wilking- Modelle und eine ganze Menge Figuren der
Firma Preiser. Seine Kunden sind meist Sammler;
zwischen 45 und scheintot, merkt er
mit verschmitztem Lachen an.
Rolf Dindorf aus Obermoschel hat alle 25 Börsen
in Eulenbis mitgemacht. An seinem Stand surren,
schnurren und blinken 30 Karussells, Achterbahn,
Riesenrad, Geisterbahn und andere
Kerweattraktionen im Miniaturformat. Zuhause sind
noch 20 weitere aufgebaut. Die komplett
funktionierende Kirmesanlage wirkte wie ein
Magnet auf die kleinen Börsenbesucher. Sie taten
gut daran, sich an den Rummel satt zu sehen, denn
für Dindorf ist mit dieser Jubiläumsbörse
Schluss. Dem 72 Jährigen wird der Aufwand,
Auf- und Abbau, einfach zu viel. Und was wird aus
seinem Lebenshobby ? Darüber
dürften sich die Enkel freuen, hofft der
Bastler.

Riesenrad mit Jannik,
Jonathan und Rolf Dindorf ( von links).
Einer, den die Mini- Fahrgeschäfte
faszinierten, war Jannik, der mit seinem Papa
Heiko zuhause auf einer 2,50 mal 1,50 Meter
gr0ßen Platte eine Märklin- Eisenbahn H0
rattern lässt. Die beiden Modelleisenbahnfans
sind zum Schauen gekommen. Doch bei so vielen
Schätzen werden auch die Begehrlichkeiten
geweckt. Eine Fleischmann BR 212 ist es, auf die
Jannik ein Auge geworfen hat.
Zwischen dem Dürkheimer Riesenfass und einem
stacheldrahtbewehrten Knast
plätscherte leise Wasser im Rutschkanal der
funkelnagelneuen Wildwasserbahn auf dem
Ausstellungstisch von Gerd Stier, 16 bis 18
Stunden Arbeitszeit hat er in dieses Stück
investiert, da verwundert auch nicht der gut
sichtbare Hinweis: Net mit de Finger gucke
nur mit de Aache!

Gerd Stier und seine
Wasserbahn
Auch wieder mit dabei der Mackenbacher Karl
Heinz Weißmann mit seiner aktualisierten und
erweiterten vollautomatischen N-Spur- Anlage, auf
der jeder der vier digital und infarotlicht
gesteuerten Minitrix-Züge alle Gleisabschnitte
erreicht. Ganz freiwillig stand ihm der junge
Modelleisenbahnfan Lucas zur Seite.

Die Anlage von Karl Heinz
Weißmann
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